Die Gemeinde Rozseč nad Kunštátem, Kreis Blansko, Tschechische Republik

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Die Benennung unserer Gemeinde bedeutet nach der Meinung der Fachleute eine Bezeichnung eines Sattels zwischen zwei Hügel. Die amtliche Bezeichnung der Gemeinde hat sich ein paar Mal geändert. Ursprünglich hieß unsere Gemeinde Rosec, später Rozseč und ab 1938 Rozseč nad Kunštátem.

Erstmals wurde Rozseč im Jahre 1350 erwähnt, damals kaufte Smil von Kunštat das Dorf Roseč von Jenec von Lomnice. Von wem und wann unser Dorf gegründet worden ist, wissen wir nicht. Es sind keine schriftlichen Unterlagen erhalten geblieben.

Der höchste Punkt der Gemeinde ist der Hügel Horničí mit einer Höhe von 701 m und der niedrigste Punkt befindet sich in Petrman, wo sich die Grenzen der Ortschaften Rozseč, Makov und Petrov treffen.

Aus unserer Gemeinde hat man, dank ihrer Lage, einen schönen Ausblick in die Landschaft, vor allem auf den Boskovice Furche und auch Drahanská Höhe und Žďárské Anhöhen. Bei schönem Wetter kann man auch Teile Adlergebirge und Gesenke sehen.

In der Umgebung Rozseč werden auch Ametysten gefunden, die in früheren Zeiten nicht selten waren. Die nächste Besonderheit sind die Monolithen, die zu uns aus dem Gebiet des Polarkreises vor ungefähr 10000 Jahren herantransportiert worden sind.

In unserer Ortschaft haben sich auch Silberbergwerke befunden. Die Förderung hat im 13. Jahrhundert begonnen, damals war die Tschechisch-Mährische Höhe eine bekannte Fundstelle von Erzen und Metallen. Das Silber - Erz wurde damals direkt an Ort und Stelle geschmolzen. Man hat Holzkohle verwendet, welche in den umliegenden Wäldern gebrannt wurde. Das Silberfieber ist zu Beginn des 17. Jahrhunderts zu Ende gegangen. Über ihre Existenz kann man sich noch heute im Wald namens „Kanve“ überzeugen, wo als Zeugen des Bergbaus noch viele Gruben verschiedener Größe und Tiefe vorhanden sind.

Im Juni 1981 wurde bei Erdarbeiten ein Silberschatz gefunden. Es wurden 217 Münzen gefunden. Es handelt sich um Prager Groschen aus der Zeit der Regierung Königs Wenzel II . Geprägt wurden sie im Jahre 1300. Im gefundenem Schatz waren auch die Groschen aus der Zeit des Königs Karl IV und seines Sohnes Wenzels IV. Der ganze Schatz befindet sich heutzutage in der numismatischen Abteilung des Brünner Museums.

Die Chronik der Gemeinde hat man am 9. Dezember 1923 begonnen zu schreiben und der erste Chronist war Hr. Franz Vlasak. Er hat die Ereignisse der Ortschaft der letzten 51 Jahre festgehalten. Der zweite Chronist war Hr. Miroslav Šutera. Er hat sich 25 Jahre der Chronik gewidmet und hat auch die Fotochronik der Gemeinde gegründet.

Aus Rozseč stammen auch die Vorfahren des Dichters Franz Halas. Er hat an Rozseč großes Gefallen gefunden, das bezeugt auch, dass er Rozseč in seinen Gedichten oft erwähnte. Deshalb ist es kein Wunder, dass das Schutzgebiet, das hier errichtet wurde, die Bezeichnung „Halasovo Kunštátsko“ trägt.

Nach letzter Volkszählung leben heute in Rozseč 502 Einwohner. In der Ortschaft befinden sich eine Volkschule, ein Kindergarten, ein Gemeindehaus, ein Haus der Begegnung, zwei Geschäfte, ein Gasthaus und ein Postamt.

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